Beschreibung

Für die Kirche St. Johannis in Hamburg-Harburg übernahm Carl Ihrke die Verglasung des Kirchenraums in ungegenständlicher Gestaltung. Die umfasst das große Fenster seitlich vom Altar, mehrere Rundfenster und ein Fensterband oberhalb der Empore, eine siebenbahnige und starb farbige Fensterwand im hinteren Bereich der Empore sowie ein Fenster im Vorraum.


Künstler/in

Carl Ihrke
* 18.09.1921 in Harburg - † 28.02.1983 in Hamburg

Carl Ihrke wurde am 18. September 1921 in Harburg geboren. Er studierte 1942–1944 Malerei, Baugeschichte, Bühnenbildnerei und Theater an der Hochschule für Baukunst und bildende Kunst in Weimar. Das Studium für Bühnenmalerei und Theater setzte er bei Hans Fitze fort. 1946–1950 war er als Bühnenbildner tätig bevor er als freier Maler und Grafiker Reisen durch Deutschland und Frankreich unternahm. In den 1950er Jahren lebte und arbeitete er in Paris. Er war Mitglied des Hamburger Kunstvereins. Mit der Schaffung von Linol-/Holzschnitten, Kohlezeichnungen und Aquarellen mit Themen historischer Bauten in Hamburg als auch Motiven von Kampen/Sylt wurde er in der Region bekannt. Seine Arbeiten konnte man in Ausstellungen der Hamburger Kunsthalle (1957), im Helms-Museum und im Altonaer Museum (1964) sehen. Er erhielt Aufträge für Kunst am Bau, denen er u.a. mit Entwürfen für Tierplastiken, Denkmälern und Brunnen sowie Kirchenfenstern nachkam. Sein Nachlass ging an die Sammlung des Altonaer Museums. Carl Ihrke starb am 28. Februar 1983 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia Kunst@SH

Literatur: Maike Bruhns, Ihrke, Carl, in: Der neue Rump. Lexikon der Bil-denden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Neumünster 2005.


Die Kirche

St. Johannis
Bremer Straße 9, 21073 Hamburg-Harburg (HH)

Die St. Johannis Kirche wurde 1952–54 als Nachfolgerin einer im Krieg zerstörten neugotischen Vorgängerkirche nach Plänen des Architekturbüros Karl Trahn errichtet. Sie gilt als Hamburgs erster moderner Kirchenneubau nach dem Zweiten Weltkrieg und fand auch internationale Beachtung. Der Innenraum hat einen asymmetrischen Grundriss und wurde seinerzeit kontrovers diskutiert. Das Kirchenschiff war ursprünglich auf 850 Sitzplätze konzipiert und wurde 1993 deutlich verkleinert. Ein geschwungener Gang führt auf ein freistehendes großes dunkles Kreuz, das vom Altar und Kanzel gerahmt wird.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Nordkirche     Kirchenkreis Hamburg-Ost     Kirchengemeinde Harburg-Mitte     Hamburg-Harburg, St. Johannis    


Routenplaner: 53.45788, 9.98135


Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2026