Beschreibung
Im Zweiten Weltkrieg ging die ursprüngliche Verglasung von St. Paulus verloren. Beim Wiederaufbau erstellte Helmut Ammann 1951 die drei Chorfenster in farbigem Bleiglas und moderner Gestaltung. Das mittlere Fenster zeigt den auferstandenen Christus mit der Siegesfahne, die beiden Fenster links und rechts zeigen die schlafenden Wächter vor dem leeren Grab.
Werkstatt: Mayer’sche Hofkunstanstalt, München
Künstler/in
Helmut Ammann* 21.10.1907 in Shanghai - † 28.01.2001 in Pöcking am Starnberger See
Helmut Ammann wurde am 21. Oktober 1907 in Shanghai, China als Sohn eines Berliner Arztes geboren und wuchs in Berlin auf. Ein Aufenthalt in Paris ermöglichte ihm 1927 Studien bei Bildhauern wie Émile-Antoine Bourdelle, Ossip Zadkine und Charles Despiau. 1930–32 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin bei Otto Hitzberger und Wilhelm Gerstel, anschließend ab 1933 Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Adolf Schinnerer. 1943 wurde sein Münchener Atelier durch Kriegsbomben zerstört. Er arbeitete in Holz, Stein und Bronze, er setzte Steinmosaike und Glasfenster, er war Maler und Grafiker und er fertigte zahlreiche Holzschnitte und Radierungen. Von den 1930ern bis weit in die 1960er Jahre hatte er zahlreiche Aufträge für evangelische Kirchenausstattungen. Er erstellte über 70 große Kirchenfenster in 25 Kirchen in Deutschland sowie zahlreiche große Holzschnitzwerke. Helmut Ammann starb am 28. Januar 2001 in Pöcking am Starnberger See.
Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia Kunst@SH
Literatur: Erich Kasberger, Helmut Ammann. Bildhauer, Maler, Grafiker. München 1997
Die Kirche
St. Pauluskirche
Alter Postweg 46, 21075 Hamburg-Heimfeld (HH)
Die Kirche St. Paulus in Heimfeld wurde 1906–07 nach einem Entwurf von Hugo Groofhoff im neugotischen Stil errichtet. Die Apsis ist polygonal gebaut, die Seitenwände des Kirchenschiffs werden durch Strebepfeiler und Gruppen von Fenstern gegliedert. Der Innenraum hat ein hölzernes Tonnengewölbe, die Wände sind mit weißen Putzflächen und Backsteinbändern gestaltet. Die ursprünglichen Wandmalereien und die vollständig farbigen Fenster gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. Altar, Kanzel und Taufstein aus Kalkstein mit Glasmosaiken sind aus der Bauzeit erhalten.
Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia
Nordkirche Kirchenkreis Hamburg-Ost Kirchengemeinde Harburg-Mitte Hamburg-Heimfeld, St. Pauluskirche
Routenplaner: 53.46565, 9.96333
Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2026


