Werner Lange
25779 Hennstedt (Dithm.) (HEI)
Zwei Fenster im Chorraum
* 31.03.1888 in Kiel – † 13.07.1955 in Kiel
Werner Lange wurde am 31. März 1888 in Kiel geboren. Er besuchte die Handwerkerschule in Kiel und anschließend 1909–12 die Kunstgewerbeschule in Hamburg bei Carl Otto
Czeschka und Anton Kling. 1912 reiste er mit einem Hamburger Stipendium nach Paris und traf dort u.a. Pablo Picasso und Otto Freundlich. 1913–18 arbeitete er als Gehilfe von Cesar Klein in Berlin. 1914–18 war er Soldat. Von 1919 bis 1943 unterrichtete er an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule (Muthesius Schule) in Kiel. 1919 wurde er Mitglied der Expressionistischen Arbeitsgemeinschaft Kiel und bildete mit seinen Freunden Karl Peter Röhl und Friedrich Peter Drömmer eine Ateliergemeinschaft. Ihre Gruppenausstellung in der Kunsthalle zu Kiel löste im Mai 1919 einen Skandal aus. Von 1912 bis ca. 1922 entstanden expressionistische Bilder mit figurativen Flächen. Seit 1922 schuf er farbige Glasfenster. 1935 wurde er Referent für Malerei in der Landesleitung der Reichskammer der bildenden Künste, obwohl frühere expressionistische Arbeiten von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und teilweise vernichtet wurden. Durch die Bombenangriffe 1943 wurden viele seiner Werke vernichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er unter dem Einfluss der französischen Malerei der 1950er Jahre überwiegend Landschaften mit ruhig lagernden Figuren oder Figurengruppen. Werner Lange starb am 13. Juli 1955 in Kiel.
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1 Kirchenfenster-Eintrag: