Beschreibung

An der Nordwand der Kirche befindet sich ein Buntglasfenster von Claus Wallner, das die Steinigung des Ansverus darstellt. Im Jahr 1066 kam es bei Ratzeburg zu heftigen Spannungen zwischen den dort lebenden heidnischen Slawen und der christlichen Missionierung. Heidnische Krieger überfielen und zerstörten das Kloster auf dem St. Georgsberg bei Ratzeburg. Die Mönche wurden zum Rinsberg bei Einhaus verschleppt und getötet. Ansverus bat der Überlieferung nach darum, als Letzter gesteinigt zu werden, um seinen Mitbrüdern Trost zu spenden.


Künstler/in

Claus Wallner
* 04.07.1926 in Berlin – † 29.07.1979 in Hamburg

Claus Wallner wurde am 4. Juli 1926 in Berlin geboren. Beginnend mit einem Malunterricht bei Otto Freytag 1940–42, startete er als Bühnenmaler und Maler in Süddeutschland, bevor er 1948–51 an der Landeskunstschule in Hamburg (heute Hochschule für Bildende Künste) bei Theo Ortner studierte. Nach dem Kriegsdienst 1943–45 intensivierte er als freier Maler seine Glasmalerei in den Glaswerkstätten in Süddeutschland und Frankreich. Seit 1952 unterhielt er ein eigenes Atelier in Hamburg und erhielt dort Aufträge für öffentliche Gebäude und Kirchen für Glasfenster, Mosaike, Deckenmalereien, Reliefs und Plastiken. Dies geschah immer häufiger in Zusammenarbeit mit der Bildhauerin Ursula Querner, die er 1953 heiratete. Gemeinsame Studienreisen 1952–60 nach Griechenland, Frankreich und Italien führten sie 1961 zu ihrem Sommeratelier auf eine kleine Insel vor Ponza (Italien). 1965–82 stellte er in Einzel- und Gruppenausstellungen aus. Etliche seiner Werke finden sich in öffentlichen Kunstsammlungen und Museen. Ab 1970 erweiterte er sein Repertoire um Bildhauerei und Keramiken und konnte so, in der Vielfalt der von ihm insgesamt beherrschten Techniken, Aufträge wie die Glasfenster des Ulmer Münsters, der St. Petrikirche in Hamburg und der Stiftskirche in Bad Gandersheim sowie in Soest, Recklinghausen, Gießen, Ulm und in der Trinitatiskirche in Hannover-Misburg ausführen. Claus Waller starb am 29. Juli 1979 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia Kunst@SH

Literatur: Maike Bruhns, Wallner, Claus, in: Der neue Rump. Lexikon der Bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Neumünster 2013.


Die Kirche

St. Georg auf dem Berge
Wedenberg 9, 23909 Ratzeburg (RZ)

Die Kirche St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg ist die alte Bischofskirche und Mutterkirche des Lauenburger Landes. Der älteste Teil der Kirche ist das Mittelschiff mit seinen Feldsteinmauern, die evtl. bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen. 1154 wurde ein umfangreiches Westwerk vorgesetzt, auch der Chor wurde im 12. Jahrhundert angebaut. Nach einem Brand 1561 erhielt das Kirchenschiff seine heutige Gestalt.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Nordkirche     Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg     Kirchengemeinde St. Georgsberg     Ratzeburg, St. Georg auf dem Berge    


Routenplaner: 53.69877, 10.75861


Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2026